Verifikation "Bewertetes Lesen"

Besonderheiten bei der Verifikation von nadelmarkierten DataMatrix Codierungen!

Nadelgeprägte Codierungen, werden sehr häufig im Automotive-Bereich verwendet. Die in der Norm beschriebenen Kriterien und Beleuchtungssituation funktionieren aber nur unter Idealbedingungen (homogene Fläche und geringe Rauigkeit). Diese Idealbedingungen sind in der Praxis aber nicht oft zu finden.

Wie sieht es also bei nadelmarkierten Codierungen aus, die auf rauen oder runden Oberflächen aufgebracht sind? Bedingt durch das Material, die Oberflächeneigenschaften, Beschichtungsprozesse oder weitere Faktoren sind die Codes in dem nach den Normbedingungen erzeugten Bilder nur unzureichend darstellbar und damit verifizierbar.

So kommt es, dass der Code durch die Verifizierung abgewertet wird, obwohl er perfekt geprägt und absolut prozesssicher lesbar ist.  Wie ist diese Diskrepanz zu erklären?

Der Grund hierfür liegt im Zusammenhang zwischen der Beleuchtung und der Art und Weise wie die Reflexion des Lichts den Code lesbar macht.
Ein nadelmarkierter Code trägt seine Informationen in der eingeprägten 3D-Struktur, ein Kontrast im Bild ensteht also nur durch die geeignete Beleuchtung. D.h. das Ergebnis der Verifikation ist genauso von der Beleuchtung als auch von der Code-Qualität abhängig. Die Code-Qualität kann bei nadelmarkierten Codierungen wiederum nur richtig beurteilt und verifiziert werden, wenn das aufgenommene Bild gut ist.
Gut wird ein Bild, wenn man mit der Anordnung von Kamera und Beleuchtung auf die geprägte Geometrie eingeht.

Fazit: Also den richtigen, nicht den rechten Winkel wählen!

Obwohl die nadelgeprägte Codierung ein äußerst robustes und prozesssicheres Identifizierungsverfahren ist, wird sie teilweise durch die Probleme in der Verifizierungspraxis in Frage gestellt. Die fehlerhafte Bewertungen führen in der Praxis zu Diskussionen unter den Beteiligten in einer Lieferkette, die mit der Verifikation eigentlich vermieden werden sollen.

Unsere Lösung und Empfehlung:"Bewertetes Lesen"

Um nadelmarkierte DataMatrix Codierungen inline und reproduzierbar lesen und verifizieren zu können, empfehlen wir unser Softwaremodul "Bewertetes Lesen"!

Neben der Dekodierung des Code-Inhalts werden verschiedene Kriterien zur Qualifizierung herangezogen. Das Ziel dieser Prüfung ist, Änderungen der Markierqualität zu einem frühen Zeitpunkt festzustellen, um spätere Probleme im Leseprozess zu vermeiden. Alle für den späteren Leseprozess relevanten Qualitätsmerkmale lassen sich erfassen und überwachen, was die Grundvoraussetzung für eine durchgängige Prozesssicherheit von der Markierung bis zur Integration des Bauteil ist. Entscheidend ist, dass abweichend von der in der Norm vorgeschriebene Aufnahme und den Beleuchtungsanordnungen, die Beobachtung und Beleuchtung unter dem korrespondierenden Winkel der Nadelgeometrie stattfindet.

Es hat sich gezeigt, dass die Kriterien nach ISO15415 / TR29158 dann zu zuverlässigen Ergebnissen führt, wenn die Anforderungen hinsichtlich der Beleuchtungs- und Leserichtung abgewandelt werden.

Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne unser White Paper "DataMatrix Code Verifikation in der Praxis" zu und/oder präsentieren unsere Lesesysteme und Softwaremodule vor Ort.

Rufen oder mailen Sie uns einfach an 07732 982796 0 |info@ioss.de

Datenblatt "Verifikation" zum Download